Parteianwalt

PARTEIANWÄLTE UND ANWALTSMEDIATORIN ALS PARTNER

Die Sorge eines Parteianwaltes, potentiale Mediationsmandate an den vermeintlichen Konkurrenten, den Anwaltsmediator, nicht nur in der Mediation, sondern darüber hinaus zu verlieren, ist unbegründet:

Ein guter und erfahrener Anwaltsmediator bindet Parteianwälte im Mediationsverfahren so ein, dass auch der Mandant die Notwendigkeit beider Anwälte für das jeweilige Gebiet der Tätigkeit (Mediation / Rechtsrat) erkennt.

Denn die anwaltlichen Mediatoren müssen sehr deutlich machen, dass sie im Rahmen der Mediation keinen Rechtsrat erteilen (§ 2 VI MediationsG) und weder die besseren Anwälte noch die erfolgreicheren Konfliktlöser sind.

Das RDG stellt klar, dass die reine Verhandlungsführung im Rahmen der Mediation noch keine Rechtsdienstleistung darstellt, sofern soweit keine rechtlichen Regelungsvorschläge im Rahmen der Mediation erfolgen (§ 2 III Nr. 4 RDG).

Mithin bedarf es trotz des interessenorientierten Verhandelns durch die Mediatoren spätestens bei der Abschlussvereinbarung zumeist einer anwaltlichen Beteiligung-sofern der Mediator nicht als Gütestelle staatlich anerkannt ist.

Anwälte, die für ihre Parteien streiten, und Anwälte, die als Mediatoren dabei schlichten, sind folglich keine Wettbewerber, sondern Partner – mit unterschiedlichen Aufgaben - einer gemeinsamen Konfliktlösung.